Aktuelle Ausstellung


Joachim Weigend, Sakraler Innenraum 2, 1986, Öl auf Hartfaserplatte, 72 x 92 cm, 1.300,-€.

vom 27.04. - 22.06.

Joachim Weigend (Saalfeld) 1951-2018


  • 1951 in Eichicht geboren
  • 1957-66 Schulbesuch in Saalfeld
  • 1966-69 Lehre als Forstarbeite in Morgenröthe/Erzgeb. 
  • 1969-72 in mehreren Berufen - u.a. als Galvaniseur und Gütekontrolleur in Saalfeld tätig
  • 1972-2016 Maschinist im Wasserkraftwerk des Schokoladenwerks Saalfeld
  • 1975-77 Hospitant im Zikel Bildende Kunst im Kulturpalast Unterwellenborn (Lehrer: Herbert Strecha)
  • 1983-1986 Ausbildung als Leiter für bildnerisches Volksschaffen (Malerei/Grafik)
  • Seit 1992 Mitglied im Verband Bildender Künstler
  • 2018 in Saalfeld verstorben

Joachim Weigend - In memoriam
Leise schuf der Maler und Plastiker in den letzten Jahren ein umfangreiches Oeuvre. Lagen sich früher Maler mit seinen kühlen, geometrischen Formen und der Plastiker mit seinen sinnlichen Elementen aus Holz, Stein und Bronze im Clinch, so hat er nun auch bei den letzten Bronzefiguren die Wirklichkeit in eine verwinkelte Geometrie gezwängt. 
"In meinen Bildern neige ich zu radikalen Vereinfachung", sagte Weigend 1993 in Hinblick auf seine Ölgemälde. Er reduzierte seine Farbpalette auf kühle, klare Farben von Weiß bis Grau und Blau bis Grün. Früh legte er ein imaginäres Linieal über die Wirklichkeit und verfolgte den Ansatz der Kubisten, aber entwickelte schnell seine eigene Klarheit durch Reduzierung, sodass oft nur noch architektur Abbreviaturen für den Betrachter zu erkennen sind. Dafür verlangte Weigend von diesem viel Phantasie und zum anderen sollte er sich in den Werken wiedererkennen, denn trotz der kühlen Farben und eckigen Formen strahlen die Ölbilder eine Harmonie aus, die den Betrachter in eine 'Gegenwelt' zieht, die Ruhe und Melancholie zelebriert. 
Im Gegensatz hierzu stehen seine sinnlichen Figuren aus organischen Material. Handschmeichler und weibliche Figuren aus Stein oder Holz schmiegen sich konkav und konvex in die Hand. Konträr dazu zeigen sich seine Bronzefiguren. Durchblicke erzeugen, statt Ein- und Ausbuchtungen, eine grazile Form von archaischer Strenge. Durch die polierte Oberfläche wird dieser Effekt noch verstärkt, aber viele Plastiken wurden von ihm im Rohzustand gelassen, sodass - wie auch in den Ölgemälden - eine kühle Distanz entsteht. Wiederum stellen die spitzen, kantigen Korpusse trotz ihrer harten Linie innige und melancholische Szenen dar, die den Blick des Betrachters einfangen und zum Nachdenken anregen. 

Ricarda Straub-Unger B.A.

 

Personalaustellungen:
In Berlin, Naumburg, Saalfeld und Unterwellenborn

Beteiligung an Ausstellungen:
in Duisburg, Gera, Rudolstadt, Saalfeld, Schlosskulm, Unterwellenborn und Skiernievice

 

 

Joachim Weigend, ohne Titel, 1986 Öl auf Hartfaserplatte, 68 x 59 cm, 1.400,-€.

Designelement-leeres Bild
 

Joachim Weigend, Berg, 1986, Öl auf Hartfaserplatte, 77,5 x 61,5 cm, 1.000,-€.

Designelement-leeres Bild
 

Joachim Weigend, Sitzende Figur, 1994, Bronze, 15,5 x 11 x 23,5 cm, 1.200,-€.

Designelement-leeres Bild
 

Joachim Weigend, ohne Titel, Porzellan, 7 x 3,2 x 33 cm, 300,-€.

Designelement-leeres Bild