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vom 05.05.2018 - 16.06.2018

Joachim Lehrer (Tübingen)


Detaillierte Realität und fantastische Traumwelten

Saalfeld/Saale. Vom 6. Mai bis 16. Juni zeigt die Sonderschau „Saalfeld – kurze Rast“ phantastische Bildwelten des Künstlers Joachim Lehrer. Nach der Premiere im vergangenen Jahr kommen Auto- wie Kunstliebhaber in der Saale-Galerie im Rahmen des Saalfelder Autofrühlings erneut gemeinsam auf ihre Kosten.
Joachim Lehrer, 1954 in Reutlingen geboren, lebt und arbeitet in Tübingen. In der Kunstszene gilt als detailgenauer Porträtist effektvoll verrottender Karossen. Zeitweilig war er, wegen seiner Liebe zu alten LKWs, sogar eher als „Lastwagenmaler“ bekannt. „Den ehemals rollenden Blechkisten, an denen sich Rost und der Zahn der Zeit widerspiegeln, gehört mit all ihrem morbiden Charme seine wehmütige Zuneigung und Leidenschaft“, beschreibt Patzer. Deshalb seien seine Werke ideal für eine Sonderschau in Saalfeld/Saale.
Lehrer, anfänglich LKW-Fahrer, studierte Mitte der 1970er Jahre zunächst Elektrotechnik, bevor er nach einem Jahr die Fachrichtung wechselte. Von 1976 bis 1982 ging er dann dem Studium der Germanistik, Rhetorik und Kunstgeschichte nach. Hier widmete er sich besonders den historischen Quellen zur Maltechnik und deren Umsetzung in die eigenen Arbeiten. Mittlerweile ist Lehrer seit 35 Jahren vollberuflich als Maler tätig und regelmäßig Aussteller im In- und Ausland. Seine Werke finden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen auf vier Kontinenten u. a. Reinhold Würth – Künzelsau, P. E. Schwenk – Schloss Haigerloch, Sammlung Prinzessin von Hessen und Phantasten Museum im Palais Palffy in Wien.
Die Galeristin Dr. Maren Kratschmer-Kroneck interpretiert den Künstler und seine surrealen Werke so: „Sein Thema ist das Paradox des Verkehrs im Zeitalter des Automobils und der Informationsautomaten, dem er sich auf faszinierende Weise mit viel Liebe für technische Details - im Kontext phantastischer Landschaften - mit Humor, Ironie und Hintersinn und manchmal auch mit Wehmut hingibt. Das führt dann zu (alb)traumhaft-surrealen Verfremdungen bis zu der skurrilen Erkenntnis. Nichts geht mehr. Da werden seine klein- und mittelformatigen Bilder zu rätselhaften Fiktionen von geheimnisvollen Tatorten.“