Austellende Künstler:

Karl Jüttner

  • 10.04.1921 in Saalfeld geboren
  • 1935–39 Lehre als Druckereikaufmann
  • 1940–42 Studium der Malerei in Innsbruck
  • seit 1945 freischaffend als Maler und Grafiker später auch als Keramiker und Plastiker in Saalfeld
  • seit 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler
  • 1956–68 Werkstattgemeinschaft mit Gerda Körting
  • 1963 Heirat mit der Pianistin und Malerin Renate Jüttner
  • seit 1968 eigenes Atelier in Saalfeld
  • seit 1970 Experimente mit Rakubrand
  • 1978 Goldmedaille für Keramik in Faenza Kunstpreis des Bezirkes Gera
  • 1983 Berufung in die Internationale Keramikakademie Genf
  • 2001 Stadtmedaille der Stadt Saalfeld Ehrenmitglied des Kunstvereins Saalfeld e.V.
  • 2006 in Saalfeld verstorben

Eigene Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Ost und West, u.a. in Belgien, Bulgarien, China, Estland, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Kuba, Litauen, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Spanien, Tschechien, Ungarn und in den USA.

Nächste Veranstaltung

13.11.2021
Vernissage 30 Jahre Kunstverein Saalfeld e.V.

Eröffnung der neuen Ausstellung unter den derzeitigen Corona-Hygienemaßnahmen.

Beginn: 17 Uhr.

Aktuelles

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Ausstellungsplan 2021


Atelierblick um 1990

vom 10.04.2021 - 26.06.2021

Karl Jüttner (Saalfeld) zum 100. Geburtstag


(Malerei / Zeichnung / Keramik / Plastik)

Er gehörte zu den Avantgardisten der Keramik seiner Zeit und unseres Landes und er hat damit einen Platz in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Als Künstler bereicherte er auf einzigartige Weise besonders unsere Stadt und Region. Wenn sich Saalfeld seit den 1960er-Jahren zu künstlerischem Keramikzentrum entwickelte, so war das vor allem sein Verdienst. Als junger Maler gründete er mit der bekannten Keramikerin Gerda Körting die „Saalfelder Künstlergruppe“, der auch Gerhard Dölz und später Paul Schilling angehörten. Zunächst experimentierten sie mit traditionellen Gefäßformen, später mit moderner künstlerischer Aufbau- und Unikatkeramik. Jüttners Domäne wurde die freie figürliche und nonfigurative Keramikskulptur. Das brachte ihm internationale Anerkennung. Er studierte die Formensprachen archaischer Terrakotten und die der klassischen Moderne von Picasso und Giacometti und schuf würdevolle Statuetten und ausdrucksvolle Köpfe. Dabei erhob er die rissige und schründige Materialstruktur mit ihren Verkarstungen und Verkrustungen zu Gestaltungselement und assoziierte so Verwundung, Verletzung und Vernarbung. Torsi mit oft überlängten Senkrechtachsen betonten Gefährdung, Wehr- und Hilflosigkeit. Alles Verbindliche, Dekorative wurde gemieden. Vor zehn Jahren überraschte eine Ausstellung seiner frühen Ölmalereien aus den Fünfzigern, wie er vor seiner Keramikepoche als Maler die menschliche Figur in ihrer Zeit zu Bilde brachte. Das war eine historische Entdeckung. Einem Hundertjährigen haftet sein Säkulum an. In seinen Werken steckt in Zeitzeugenschaft immer auch die erlebte Geschichte. Mehr noch: Sie sind Teil der Geschichte. In seiner Familie findet sie weiterhin künstlerischen Ausdruck.

Dr. Maren Kratschmer-Kroneck

 

Trauer, Öl, 78 x 56 cm, um 1950, Leihgabe Kreissparkasse SLF-RU.

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Begegnung, Tusche, 58 x 35 cm, 1990.

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Kleine Raku-Scheibe, H=40 cm, 1972.

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Männliche Büste, schamottierter Ton, H=60 cm, 1989.

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