Ausstellungsplan 2020
Henry Knye, Seltsame Begegnung, Massivglas, Edelmetallfolien, Glas heiß dekoriert, H: 35–40cm, 2007.
Diego Bianconi (Nürnberg) & Henry Knye (Lauscha)
Diegeo Bianconi (Malerei & Grafik)
- 1957 in Muralto bei Locarno (CH) geboren
- 1972–73 CSIA-Kunstschule Lugano (CH)
- 1986-88 Privatunterricht bei Leo Maillet in Verscio
- 1988–95 Meisterschüler an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
- Seit 1995 verschiedene Lehraufträge an Nürnberger Hochschulen
- 2001 Gründung des kalkographischen Forschungslabors in Eckental
Ausstellungen u.a. in Bayreuth, Berlin, Biasca (CH), Bratislava, Dresden, Erlangen, Fürth, Kirchheim, Krakau, Kulmbach, LeLocle (CH), Ludwigsburg, Lugano, Mailand, Modica, München, Neunkirchen, Nürnberg, Ourense (E), Paris, Potsdam, Regensburg, Saalfeld, Schillingsfürst und Wildeshausen ...
Es ist das Alltägliche, Unspektakuläre und oft Geschaute, das er mittels Zeichenstifts oder Radiernadel aus gewohnter Perspektive kippt und dadurch verfremdet. Und es sind Landschaften, Örtlichkeiten, Blicke aus Zugfenstern als Momentaufnahmen, die ihn interessieren und die er dadurch versinnlicht und versinnbildlicht. Seine Fantasie ist hierbei auf den Zusammenstoß von Zufälligkeiten gerichtet, die Spannungen erzeugen und leichte Verblüffungen hervorrufen und dann das Ergebnis einer Situation oder der Anfang einer Geschichte sein könnten. Er ist also so etwas wie ein Erzähler on the road: Jede Zeichnung die Sequenz aus einer Shortstory mit ruhender oder lauernder Tat. Selbst Stillleben können dann Tatortbeschreibungen sein, deren scheinbares Chaos der Gegenstände eine beziehungsreiche Darstellung eines hinterbliebenen Momentes sind. Als Mann der Linien und Lineaturen experimentiert er mit Farbstiften, mit Ra - dierung und Litho. Sein Skizzenbuch ist ihm wichtiger Wegbegleiter. So entstand z. B. ein ganzes „Bilderbuch“ mit „Reisebekanntschaften“, die in seinem „Zug“Zyklus reisetagebuchartig von menschlichen Verhaltensweisen berichten. Derart nutzt er als aufmerksamer Weltbetrachter sein Skizzenarsenal als Zeichenkompendium. Das rasch Geschaute kann dann zu künstlerischem Motiv werden, an dem er uns teilhaben lässt.
Dr. Maren Kratschmer-Kroneck
Henry Knye (Glaskunst)
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1960 in Gräfenthal geboren
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1979 Abitur in Neuhaus
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1981–82 Glasbläserlehre bei Günther Knye in Lauscha
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1982–87 Studium Gefäßgestaltung an der Hochschule für Kunst und Design Halle-Burg Giebichenstein
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1987–88 Assistent bei Brigitte Mahn-Diedering
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1988–89 Designer im Glaswerk Rietschen
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Seit 1989 freischaffend als Glasgestalter in Lauscha
Inspirationen entstanden auch in Zusammenarbeit mit andern Kollegen im Lauschaer Glaszentrum.
Henry Knye gewährt zu seinem Sechzigsten interessante Einblicke in sein fantasievolles Schaffensangebot.
Dr. Maren Kratschmer-Kroneck
Henry Knye, Zwei ältere Herren, Massivglas, Edelmetallfolien, Glas heiß dekoriert, H: 35–40 cm, 2019.

Henry Knye, O.T., zwei Porzellanfiguren, gegossen und montiert, Biskuitporzellan mit Gold- und Platinmalerei, H: 30–40 cm, 2014.
